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4.6 Rekombinantes M. marburgensis MtrH (MMRMtrH)
Rekombinantes M. marburgensis MtrH, im folgenden MMRMtrH genannt, konnte,
wie in Abschnitt 3.3.3 beschrieben, mittels des Plasmids MMRmtrH/pET22b+ in
E. coli BL21 (DE3) in größeren Mengen als Einschlusskörperchen produziert werden
(siehe Abbildung 4.13). Diese wurden nach dem Zellaufschluss mit Ultraschall mit
5 M Guanidinhydrochlorid solubilisiert. Nach einer Gelfiltration auf Superdex 200 im
entfalteten Zustand wurden die durch Absorption bei 280 nm als proteinhaltig
identifizierten Fraktionen vereinigt, konzentriert und bei 1000-facher Verdünnung mit
0,05 % LM rückgefaltet. Als abschließender Reinigungsschritt wurde wiederum eine
Gelfiltration auf Superdex 200 durchgeführt und die eluierten Fraktionen mittels
SDS-Page analysiert (siehe Abschnitt 3.5.3).
Die Gelfiltration des rückgefalteten Proteins ergab keinen basisliniengetrennten
Peak und die Analyse der gesammelten Fraktionen mittels SDS-Page (siehe
Abbildung 4.13) zeigte zwar eine Anreicherung von MMRMtrH, jedoch waren auch
zahlreiche weitere Banden unklarer Identität zu sehen. Darüber hinaus bestand keine
Möglichkeit, die korrekte Faltung des Proteins zu überprüfen, sodass weitere
Rückfaltungs- und Reinigungsversuche eingestellt werden mussten.
Abbildung 4.13: Coomassie-gefärbte SDS-Page mit Proben der Produktion in E. coli und
Reinigung von rekombinantem M. marburgensis MtrH (MMRMtrH). Auf Bahn 1 befindet sich
die lösliche Fraktion, auf Bahn 2 die unlösliche Fraktion einer Probe der Zellsuspension drei
Stunden nach Induktion. MMRMtrH (33 kDa) ist in letzterer zu finden, da es in
Einschlusskörperchen exprimiert wird. Auf Bahn 3 ist eine Probe von MMRMtrH nach der
zweiten Gelfiltration im rückgefalteten Zustand zu sehen. Neben MMRMtrH sind noch
zahlreiche weitere Banden mit unklarer Identität zu erkennen.
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