MTD 243-670 Manual do Utilizador Página 9

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Parallel zu den Untersuchungen am Gesamtkomplex sollten die den Cobamid-
Cofaktor bindende Untereinheit MtrA sowie die H
4
MPT-bindende Untereinheit MtrH
in für die Kristallisation und röntgenkristallographische Untersuchung ausreichender
Menge und Qualität gereinigt werden. Hierfür wurden MtrA und MtrH aus oben
genannten Organismen für die heterologe Expression in E. coli kloniert, die
Expressionsbedingungen optimiert und Reinigungsprotokolle etabliert. Anschließend
wurden die Untereinheiten umfangreichen Kristallisationsversuchen unterzogen.
Die Untereinheit MtrA aus M. jannaschii konnte ohne die C-terminale
Transmembranhelix als lösliches Protein in E. coli produziert und als Holoprotein bis
zur Homogenität gereinigt werden. Zur Kristallisation kam es jedoch vermutlich
aufgrund der außergewöhnlich guten Löslichkeit nicht. Bei M. kandleri MtrA gelang
die Herstellung von geringen Mengen teilweise löslichen StrepII-Fusionsproteins
ohne C-terminale Transmembranhelix in E. coli.
Eine Produktion der Untereinheit MtrH in E. coli als lösliches Protein war bei
keiner der in dieser Arbeit getesteten Varianten möglich. Mit dem in
Einschlusskörperchen exprimierten Protein aus M. marburgensis wurde eine
Reinigung und Rückfaltung versucht, was jedoch nicht bis zur Homogenität gelang.
Auch eine Co-Expression der Untereinheiten MtrA und MtrH, durch welche eine
bessere Faltung und Löslichkeit erreicht werden sollte, war nur in
Einschlusskörperchen möglich, deren gemeinsame Reinigung und Rückfaltung
jedoch nicht gelang.
Das zweite in dieser Arbeit untersuchte Enzym, die F
420
-abhängige
N
5
,N
10
-Methylen-H
4
MPT-Dehydrogenase (Mtd), katalysiert den reversiblen,
stereospezifischen Hydrid-Transfer zwischen reduziertem F
420
(F
420
H
2
) und Methenyl-
H
4
MPT
+
, welches hierbei zu Methylen-H
4
MPT reduziert wird. Die Reaktion verläuft
über einen ternären Komplex bestehend aus Protein, Substrat (Methylen-H
4
MPT)
und Cosubstrat (F
420
), welcher strukturell charakterisiert werden sollte. Das
gereinigte, rekombinante Enzym aus M. kandleri wurde mit verschiedenen H
4
MPT-
und F
420
-Derivaten co-kristallisiert, die Struktur des ternären Komplexes
röntgenkristallographisch bestimmt und die Bindung von H
4
MPT und F
420
analysiert.
Methenyl-H
4
MPT
+
und F
420
H
2
sind in der in dieser Arbeit gelösten Kristallstruktur in
katalytisch aktiver Konformation gebunden, jedoch kann bei einer Auflösung von
1,8 Å nicht beurteilt werden, ob Methylen-H
4
MPT und F
420
oder Methenyl-H
4
MPT
+
und F
420
H
2
vorlagen. Ein Vergleich mit der Struktur von M. kandleri-Mtd (KMtd) ohne
Substrat und Cosubstrat ergab nur äußerst geringe Abweichungen in der
Proteinkonformation, sodass sich KMtd überraschenderweise als Beispiel für ein
Enzym mit ungewöhnlich starrer, vorgegebener Bindetasche erwies.
II
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