
3 Methoden
Matrix-unterstützte Laserdesorptions/Ionisations-Massenspektrometrie mit
Flugzeitmassen-Analyse (MALDI-TOF):
Bei dieser Methode werden die Peptidfragmente oder Proteine mit einer
Matrixsubstanz (α-Cyano-4-hydroxy-Zimtsäure) co-kristallisiert. Die Matrix wird nun
im Hochvakuum durch Laserbeschuss verdampft, sodass die zu untersuchenden
Moleküle mitgerissen und gleichzeitig ionisiert werden. Die Ionen werden im
elektrischen Feld beschleunigt und die Flugzeit mittels eines Flugzeitmassen-
Analysators gemessen. Hierbei gilt:
z
m
tof ∝
Gleichung 3.1
tof: Flugzeit (time of flight)
m: Masse
z: Ladungszahl
Das erhaltene Masse/Ladungs-Spektrum wird ebenfalls durch
Datenbanka/jointfilesconvert/483107/bgleich mittels des Programms Mascot analysiert.
Der Vorteil der Methode liegt darin, dass auch große Massen, d.h. komplette
Proteine sowie hydrophobe Proben, detektiert werden können.
Innerhalb dieser Arbeit wurden Peptidfragmente nach Trypsinverdau von
MJMtrA3 (heterolog exprimiertes des-[225-246]-MtrA aus M. jannaschii) und von
verschiedenen Untereinheiten des Mtr-Gesamtkomplexes aus M. marburgensis
sowie MKMtrA aus SDS-Polyacrylamidgelbanden von Herrn Jörg Kahnt am
Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg analysiert.
3.5 Proteinreinigung
3.5.1 Membranpräparation aus M. marburgensis-Zellen
Zur Präparation der Membranen aus M. marburgensis unter aeroben
Bedingungen wurde das von Gärtner et al. (56) etablierte Protokoll modifiziert. 60 g
Zellen wurden auf Eis aufgetaut und in 3-5 mL Lysepuffer 1 (50 mM MOPS/KOH
pH 7,0, 10 mL MgCl
2
, 2 mM DTT) pro g Bakterienfeuchtgewicht resuspendiert. Nach
Zugabe von 30 mg DNAse I wurde im Hochdruckhomogenisator (4 x 80 psi/100 bar,
0 °C) aufgeschlossen und das Zelldebris abzentrifugiert (15 000 x g, 2 x 30 min,
4 °C).
Aus dem Überstand wurde durch Ultrazentrifugation (100 000 x g, 3 h, 4˚C) die
Membranfraktion a/jointfilesconvert/483107/bgetrennt. Diese wurde sodann in 50 mL Lysepuffer 1
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