
4 Ergebnisse
b) a)
Abbildung 4.7: a)
Elektronenmikroskopische Aufnahme des Mtr-Komplexes nach
Negativfärbung mit 1 % Uranylacetat. Die Partikel erscheinen kontrastreich und hell vor
dunklem Hintergrund. Dieses Verfahren wurde zur Beurteilung der Probenhomogenität sowie
zur Erstellung eines Startmodells mittels Random conical tilt verwendet.
b) Unter Cryo-
Bedingungen entstandener Mikrograph des Mtr-Komplexes. Der Kontrast zwischen den
einzelnen Partikeln und dem Bildhintergrund ist schwächer, jedoch werden bei der
Rekonstruktion Artefakte aufgrund von mangelnder Färbung vermieden.
(Bilder: Dr. Dilem Hizlan)
Aus den unter Cryo-Bedingungen aufgenommenen Mikrographen (vgl.
Abschnitt 3.7.1) wurde von Frau Dr. Dilem Hizlan (Max-Planck-Institut für Biophysik,
Frankfurt) in einer iterativen Vorgehensweise durch so genannte Rückprojektionen,
d. h. simulierte Projektionen aus einer dreidimensionalen Rekonstruktion (dem
Startmodell) mit definierten Winkeln, ein verbessertes Modell erstellt, das wiederum
als Referenz für weitere Iterationen diente.
Durch Mittelung einzelner Bilder des gleichen Partikels verbessert sich das
Kontrastverhältnis zwischen Bildsignal und Hintergrundrauschen. Diese so
genannten Klassensummen entsprechen also verschiedenen „Ansichten“ des
Moleküls und wurden dazu verwendet, deren unbekannte Winkelbeziehungen zu
berechnen (134) (Abbildung 4.8a).
Das schlussendlich erhaltene Modell ließ sich als dreidimensionales, das Molekül
umhüllendes Oberflächenbild darstellen (Abbildung 4.8b). Die Größe des
Modellvolumens beträgt ungefähr 165 x 105 Å, was einem Molekulargewicht von ca.
600 kDa und damit einem Tetramer des acht Untereinheiten umfassenden
Komplexes MtrA-H entspricht. Im Modell besteht das Molekül aus einem größeren,
dreieckigen Teil von ca. 165 x 64 Å, welcher Regionen geringerer Dichte aufweist,
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