
5 Diskussion
berechnete Wert auf 27 kDa belief. Gründe hierfür könnten eine erhöhte
elektrophoretische Mobilität des korrekt gefalteten Apoproteins sein, wie sie bereits
für MtrA aus M. marburgensis beschrieben wurde (56, 57, 143). Wahrscheinlicher
jedoch ist eine unvollständige Expression des Gens in E. coli, deren Produkte als
niedermolekulare Banden im SDS-Gel auftraten. Bruchstücke, die den C-Terminus
von MKMtrA enthielten, waren aufgrund des StrepII-Anhängsels im Western Blot
nachweisbar.
Die Bindung von MKMtrA an eine Strep-Tactin
®
-Säule gelang zwar teilweise,
jedoch war eine Reinigung auf diese Weise nicht möglich, da die Bindung nur
unvollständig geschah. Dies könnte dadurch begründet sein, dass der C-Terminus
mit dem StrepII-Anhängsel im gefalteten Zustand nicht richtig zugänglich ist und
deswegen nicht an Strep-Tactin
®
gebunden werden kann.
Eine MALDI-TOF-Fingerprint-Analyse nach einem Trypsin-Verdau der im
Western Blot sichtbaren Bande sollte Klarheit über das exprimierte Produkt bringen.
MtrA aus M. kandleri konnte mit dieser Methode jedoch nicht eindeutig
nachgewiesen werden. Ein neuerlicher Versuch mittels ESI-MS könnte eventuell
Aufschluss bringen. Aufgrund der bereits auf der Expressionsebene aufgetretenen
Schwierigkeiten wurden die Versuche mit MKMtrA a/jointfilesconvert/483107/bgebrochen.
5.3 Die Untereinheit MtrH des N
5
-Methyl-H
4
MPT:CoM-Methyltransferase-
komplexes
5.3.1 Heterologe Expression
MtrH enthält nur 38,1 % hydrophobe Aminosäurereste und besitzt laut
Sekundärstrukturanalyse keine Transmembranhelices, womit es die hydrophilste
Untereinheit des Methyltransferasekomplexes darstellt (54). Dennoch wurde sowohl
MtrH aus M. marburgensis, als auch aus M. jannaschii und M. kandleri unabhängig
von den Wachstumsbedingungen oder dem Induktionssystem unlöslich in
Einschlusskörperchen exprimiert. Auch eine in Analogie zur ebenfalls Pterin-
bindenden 5-Methyltetrahydrofolat Corrinoid/Eisen-Schwefel-Protein Methyl-
transferase aus Moorella thermoacetica vorgenommenen Verkürzung um elf
N-terminale Aminosäuren bei M. kandleri MtrH ermöglichte keine lösliche Expression
in E. coli.
Wie sich herausstellte, wurde die Annotation der in dieser Arbeit zur Klonierung
von mtrH aus M. jannaschii verwendeten Sequenz im März 2007 in der Datenbank
(GenBank Nr. NC_000909, (6)) korrigiert. Das in dieser Arbeit heterolog exprimierte
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