
ERGEBNISSE KAPITEL 3
3 Ergebnisse
3.I Das Ralstonia eutropha H16-Genomprojekt
3.I.1 Sequenzierung
3.I.1.1 Strategie
Vor Beginn der Sequenzierung war die Genomorganisation von R. eutropha H16 bereits
untersucht (Schwartz & Friedrich, 2001) und das kleinste der drei Replikons, das Me-
gaplasmid pHG1, vollständig sequenziert und annotiert worden (Schwartz et al., 2003).
Dementsprechend sind alle Angaben, die im folgenden zu pHG1 gemacht werden – so-
fern nicht anders angegeben –, der Veröffentlichung von Schwartz et al. (2003) ent-
nommen. Die Angabe R. eutropha bezieht sich, soweit nicht anders vermerkt, auf den
Stamm Ralstonia eutropha H16.
Eine spezifische Auftrennung der verbliebenen Replikons in ausreichenden Men-
gen, wie sie für die Herstellung selektiver Genbanken nötig gewesen wäre, war prak-
tisch nicht durchführbar. Deshalb wurde die gesamte chromosomale DNA für die Ge-
nomsequenzierung eingesetzt. Eine Sortierung der Replikons erfolgte nach der Assem-
blierung aufgrund von Sequenzinformationen im Datensatz (siehe 3.I.1.4). Die Sequen-
zierung wurde mittels zweier Genbanken durchgeführt, welche von der Firma Integrated
Genomics (Chicago, IL, USA) hergestellt wurden, einer Plasmid-Genbank mit geringer
Insertgröße (2-5 kbp) und hoher Sequenzdichte sowie einer Cosmid-Genbank mit langer
Insertgröße (30-50 kbp) und geringer Sequenzdichte.
3.I.1.2 Rohsequenzierungsphase
Während der Rohsequenzierung wurden die Inserts der rekombinanten Genbanken von
beiden Enden aus mit Hilfe von aus der Vektorsequenz a/jointfilesconvert/333809/bgeleiteten Standardprimern
ansequenziert. Die resultierenden Sequenzläufe wurden mit dem Programm Gcphrap
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