
MATERIAL UND METHODEN KAPITEL 2
wurde das ERGO Programmpaket verwendet (Overbeek et al., 2003). Unter der Funk-
tion contig regions können mit ERGO die Umgebungen ausgewählter, homologer Gene
in verschiedenen Organismen verglichen werden, um konservierte Gen-Cluster zu iden-
tifizieren (Abb. 3.11). Zwischen nah verwandten Organismen besteht häufig eine Kon-
servierung der Genabfolge, die sich nicht nur über funktionelle Operons sondern über
große Teile des gesamten Genoms erstreckt. Aus der Zuordnung der Gene eines Contig-
Endes zu einem konservierten Cluster in einem verwandten Organismus kann dement-
sprechend auf Gene desselben Clusters geschlossen werden, die am Ende eines benach-
barten Contigs zu erwarten sind.
2.11.3 Multiplex-PCR
Nach der Bearbeitung aller Informationen aus Plasmid- und Cosmidbrücken und kon-
servierten Genabfolgen bietet sich für die Verknüpfung der restlichen Contig-Enden die
Multiplex-PCR an (Tettelin et al., 1999). Deren Prinzip beruht auf der Bildung von Mi-
schungen unterschiedlicher Primer (pools), die in verschiedenen PCR-Reaktionen mit-
einander kombiniert werden. Dazu wurden an allen Contig-Enden längere Primer a/jointfilesconvert/333809/bge-
leitet (ca. 22 nt) und zu pools aus jeweils fünf Primern vereinigt. In mehreren PCR-
Runden wurden zunächst Kombinationen verschiedener pools identifiziert, mit deren
Hilfe erfolgreiche Amplifikationen durchgeführt werden konnten und anschließend ein-
zelne Primer dieser pools über Standard-PCRs miteinander kombiniert. Multiplex-PCRs
wurden im folgendem Ansatz nach dem PCR-Programm für TripleMaster-PCRs (long
range) durchgeführt:
Multiplex-PCR-Ansatz
Primer-pool 1 (je 1 : 10)
Primer-pool 2 (je 1 : 10)
Tuning Buffer
dNTPs
TripleMaster-Polymerase
DNA
H
2
O
bidest
2 µl
2 µl
2 µl
1 µl
0.16 µl
120 ng
ad 20 µl
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