MTD 243-670 Manual do Utilizador Página 15

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3 Einleitung
9
Organische Selenverbindungen
Außer den anorganischen Selenverbindungen können in der Umwelt auch
organische vorgefunden werden. Am häufigsten wurde das Dimethylselenid (DMSe),
das Dimethylselenylsulfid (DMSeS) und das Dimethyldiselenid (DMDSe) detektiert
(Chasteen & Bentley, 2003). Beispielsweise ließen sich diese Verbindungen in
verschiedenen Proben des Oberflächenwassers aus einer Region im Nordatlantik
nachweisen. Dabei kamen dort das DMSe und DMSeS zu beinahe gleichen
Konzentrationen (ca. 1 und 0,5 pM) und das DMDSe in nur sehr geringen Mengen
vor (Amouroux et al., 2001).
Die flüchtigen organischen Selenverbindungen entstehen durch die Biomethylierung
des anorganischen Selens. Bei Zugabe von Selenit oder Selenat zu Sedimenten aus
verschiedenen Seen Ontarios wurde die Bildung flüchtiger Selenverbindungen
beobachtet. Die Bildung dieser Verbindungen war dabei mit mikrobiellem Wachstum
assoziiert (Chau et al., 1976). Reamer und Zoller (1980) detektierten DMSe und
DMDSe in Abwasserschlamm nach Zugabe von Selenit und Inkubation der Proben
bei 21°C. Wurden die Proben vor der Zugabe autoklaviert, konnten keine
organischen Selenverbindungen nachgewiesen werden. Eine Methylierung des
Selenits zu DMSe wurde im übrigen auch in Bodenproben festgestellt (Francis et al.,
1974).
Die Synthese flüchtiger Selenverbindungen wurde für verschiedene Organismen in
Reinkultur nach Zugabe anorganischen Selens nachgewiesen.
Bei einer von Fan et al. (1997) aus einem Abwasserbecken isolierte Chlorella-Art
führte die Zugabe des Selenits zur Bildung von DMSe und DMDSe. Doran und
Alexander (1977) isolierten ein Corynebacterium, das elementares Selen, Selenit
oder Selenat in DMSe umwandelte. Bei Enterobacter chloacae, Rhodobacter
sphaeroides, Desulfovibrio gigas, Disulfovibrio vulgaris, Chlostridium
collagenovorans und M. barkeri, einem Vertreter der Archaea, wurde ebenfalls nach
Selenitzugabe die Bildung von DMSe beobachtet (Dungan & Frankenberger, 2000;
Michalke et al., 2000; Van Fleet-Stalder et al., 2000).
Zusammenfassend kann bemerkt werden, dass die Methylierung anorganischen
Selens eigentlich eine Möglichkeit zur Detoxifizierung darstellt. Das anorganische
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